Rahmenbedingungen

Zuständigkeiten/ Verantwortlichkeiten ↓

Eine gute Zusammenarbeit der beteiligten Personen und Stellen trägt wesentlich zum Gelingen einer IS bei.

Erziehungsberechtigte: Sie sind verantwortlich für den Schulweg und die Mittagsbetreuung. Sie nehmen an den Elternabenden der Rodtegg und der Regelschule, sowie an Gesprächen teil. Sie informieren alle involvierten Personen über die persönlichen Belange ihres Kindes. Sie koordinieren den Therapiebesuch und die Hilfsmittelversorgung ihres Kindes ausserhalb der Unterrichtszeit.

Fachdienst für Sonderschulabklärungen der DVS, involviert im Kanton LU: Dieser ermittelt den Förderbedarf und gibt eine Empfehlung für die IS-Massnahme an die Schulleitung der Regelschule ab.

Schulpsychologischer Dienst (SPD), involviert in den Kantonen NW, OW und ZG: Dieser ermittelt den Förderbedarf und stellt den Antrag an die zuständigen Stellen.

Klassenlehrperson: Sie unterrichtet, arbeitet eng mit der IS-Lehrperson zusammen und bereitet zusammen mit ihr den Unterricht hinsichtlich der Belange des Lernenden der IS vor.

IS-Lehrperson: Die IS-Lehrperson ist in der Regel eine Lehrperson mit einer Zusatzausbildung in Schulischer Heilpädagogik. Sie verpflichtet sich zur Teilnahme an den Weiterbildungen der Rodtegg. Weiter kann sie die Fachberatung der Rodtegg in Anspruch nehmen. Die IS-Lehrperson koordiniert in der täglichen Arbeit die einzelnen Massnahmen und Angebote. Die IS-Lehrperson verfasst jährlich einen Standortbericht und das Protokoll des Standortgesprächs. Die IS-Lehrperson kann, falls sie gleichzeitig als IF-Lehrperson in derselben Schulgemeinde tätig ist, auch über die Gemeinde angestellt werden.

Schulleitung der Regelschule: Die Schulleitung hat die Hauptverantwortung für alle Lernenden. Sie plant die Klassengrösse, kümmert sich gegebenenfalls um bauliche Massnahmen und Anpassungen der Infrastruktur, arbeitet eng mit den gemeindlichen Behörden zusammen (Finanzen) und entlastet die Klassenlehrperson mit einer halben Lektion pro Woche. Sie stellt den Verlängerungsantrag für die IS-Massnahme bei der DVS (Dienststelle für Volksschulbildung, betrifft den Kanton Luzern) und steht in engem Kontakt zur Fachbereichsleiterin IS der Rodtegg, insbesondere hinsichtlich der Anstellung der IS-Lehrperson.

Fachbereichsleiterin IS der Sonderschule: Die Fachbereichsleitung IS der Rodtegg leistet fachlichen Support für die IS-Lehrpersonen und organisiert fachspezifische Weiterbildungen sowie Informationsveranstaltungen. Sie macht Hospitationsbesuche in den Integrationsklassen und führt die Beurteilungs- und Fördergespräche mit den IS-Lehrpersonen nach kantonalen Vorgaben, sofern die IS-Lehrperson durch die Rodtegg angestellt ist.

Die Bereichsleitung Kinder & Jugendliche der Rodtegg: Sie hat die Gesamtverantwortung für den Bereich Sonderschulung der Rodtegg (integrativ und separativ).

Therapie- und Fachstellen: Diese nehmen nach Möglichkeit am runden Tisch/ Standortgespräch teil, bringen ihr Wissen und Erfahrung über den Lernenden mit ein und arbeiten mit der IS-Lehrperson zusammen.

Schulbehörden: Die zentrale Steuerung der IS wird von der Dienststelle für Volksschulbildung (DVS) Luzern wahrgenommen. Sie entscheidet über die Durchführung einer Sonderschulmassnahme. Die Erziehungsberechtigten können beim Bildungs- und Kulturdepartement gegen den Entscheid der Dienststelle Beschwerde erheben.

Aufnahme- und Austrittsverfahren ↓

Bei einer IS Körperbehinderung ist der Fachdienst für Sonderschulabklärungen der DVS zuständig.

Aufnahmeverfahren
Kanton LU: Der Fachdienst für Sonderschulabklärungen der DVS ermittelt den individuellen Förderbedarf des Kindes (Lektionenzahl der heilpädagogischen Begleitung, allenfalls der Klassenassistenz II, Logopädie und/oder Psychomotorik). Er übernimmt das Case Management während der Abklärungsphase. Die Empfehlung des Fachdienstes wird der Schulleitung der Regelschule mitgeteilt; diese stellt einen Antrag bei der Dienststelle Volksschulbildung (DVS) bis spätestens Ende Januar im Einverständnis der Erziehungsberechtigten.

Kantone NW, OW, ZG: Nach der Anmeldung durch die Regelschule (im Kt. Zug durch die Rodtegg) an den Schulpsychologischen Dienst, ermittelt dieser den individuellen Förderbedarf des Kindes (Lektionenzahl der heilpädagogischen Begleitung, allenfalls der Klassenassistenz II, Logopädie und/oder Psychomotorik). Er übernimmt das Case Management während der Abklärungsphase und stellt den Antrag auf integrative Sonderschulung.

Austrittsverfahren
Die Integrative Sonderschulung endet für die Lernenden nach Absolvierung der obligatorischen Schulzeit, nach Übertritt in die separative Sonderschulung oder nach gegenseitiger Vereinbarung. Die Rodtegg verfasst zuhanden des Wohnkantons eine Austrittsmeldung.

Finanzierung ↓

Die Leistungen der IS sind im Leistungsauftrag und in der Leistungsvereinbarung der Rodtegg mit dem Kanton Luzern definiert.